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Ziele setzen – Ja oder Nein?

Ziele setzen

Es wird viel darüber gesprochen, ob man sich Ziele setzen soll oder nicht. Zum Jahreswechsel ist es das Thema Nummer eins. Neues Jahr – neues Spiel, neue Herausforderungen, gute Vorsätze und dann? Ein spannendes Thema, das reichlich Diskussionsstoff liefert. Auf die Frage „Ziele setzen – Ja oder Nein?“ antworte ich mit einem klaren JA für die beruflichen Ziele und mit NJEIN für die privaten Ziele.

Warum sollten wir uns Ziele setzen?

Wie gehst du vor, wenn du etwas tun oder verändern möchtest? Legst du einfach los oder setzt du dich hin und fängst mit der Planung an? Ohne Plan machst du garantiert das, was dir gerade einfällt oder wozu du gerade Lust hast. Da können schon Monate vergehen, bevor etwas wirklich passiert. Ist das gewünschte Ergebnis nicht greifbar, gibst du frustriert auf. Motto: „Funktioniert eh nicht.“

Wenn du wirklich etwas erreichen willst, dann brauchst du einen Plan und eine Strategie und zumindest eine Vorstellung davon, wann du dein Ziel erreichen möchtest.

Welche Ziele gibt es?

Kurzfristige Ziele sind die überschaubaren Ziele, die leicht zu erreichen sind. Für mich ist es der Zeitraum von einem Monat.

Mittelfristige Ziele definiere ich als Projektziele oder Meilensteine bei längerfristigen Zielen.

Langfristige Ziele lassen sich am besten mit Fragen wie „Was will ich in 5 Jahren erreicht haben?“ beschreiben.

Die Entscheidung für ein kurzfristiges oder langfristiges Ziel hängt davon ab, wie umfangreich mein Ziel ist, welche Erfahrungen ich mitbringe und wie viel Zeit ich habe, mein Ziel zu erreichen.

Wie lege ich meine Ziele fest?

Wenn ich mir ein Ziel setze, dann möchte ich es auch erreichen. Ich muss das Ziel richtig und realistisch umsetzbar festlegen.

Über Zielsetzung ist viel geschrieben worden und es existieren viele Methoden, wie man sich richtig Ziele setzt.

Ich favorisiere das SMART-Prinzip, weil es einfach ist.

S – Spezifisch

M – Messbar

A – Attraktiv

R – Realistisch

T – Terminiert

Beschreibe dein Ziel so konkret wie möglich und mache es messbar. Formuliere dein Ziel mit positiven und motivierenden Worten. Achte darauf, realistisch zu sein. Wenn du keine Zeit hast, kannst du nicht jeden Tag einen Blogartikel schreiben. Realistisch wäre es in diesem Fall, einmal pro Woche einen Beitrag zu schreiben. Setze dir einen Wochentag fest oder ein Datum, wann der Beitrag veröffentlicht werden soll. Lege deine Ziele am besten schriftlich fest.

Falsch: „Ich möchte diesen Monat möglichst viele Beiträge schreiben.“

Richtig: „Ich möchte diesen Monat 4 Beiträge schreiben.“

Mit 4 Beiträgen hast du dein Ziel erreicht. Wenn du es schaffst, mehr als 4 Beiträge zu schreiben, ist das auch OK. „Möglichst viele“ ist zu schwammig formuliert. Das können zwei oder zwanzig sein.

Wie setze ich meine Ziele in die Praxis um?

Die erfolgreiche Verwirklichung meiner Ziele hängt von der richtigen Zielsetzung ab. Genauso wichtig ist die Planung und Strategie, wie ich mein Ziel erreichen kann.

Ein Jahresziel unterteile ich in kleinere Ziele. Ich setze mir ein Halbjahresziel oder Quartalsziele fest und anhand dessen lege ich die Monatsziele fest. Ich zerlege mein großes Ziel in kleinere Schritte. Das hat den Vorteil, das ich mein Ziel besser kontrollieren kann. Am Monatsende sehe ich, ob ich mein Ziel erreicht habe oder nicht. Ich kann rechtzeitig gegensteuern und mir neue Maßnahmen überlegen.

Eine Zwischenbilanz ist wichtig

Was habe ich bisher erreicht? Läuft alles nach Plan? Bestens. Ist die Planung noch aktuell oder sind Anpassungen nötig? Spätestens nach der Hälfte der gesetzten Zeit ist es wichtig, Bilanz zu ziehen. Ich finde die Zielkontrolle sehr wichtig. Es lohnt sich, sich die Zeit für einen Rückblick zu nehmen. Dadurch kann ich z. B. feststellen, dass sich mein Ziel in der Praxis nicht so umsetzen lässt wie geplant. Ich habe noch Zeit, mein Ziel entsprechend anzupassen. Es ist nie zu spät, um eine Kurskorrektur vorzunehmen.

Läuft es nicht so, wie du dir das vorgestellt hast? Du hast verschiedene Möglichkeiten.

  1. Du machst weiter wie gehabt nach dem Motto: „Wird schon klappen“.
  2. Du ignorierst die Planung und gibst auf: „Bringt ja eh nichts“.
  3. Du änderst deinen Plan und passt ihn an die aktuelle Situation an.

Wenn du dich für Punkt 3 entscheidest, bist du auf dem besten Weg, deine Ziele zu erreichen.

Weißt du, warum du deine Ziele nicht erreicht hast?

Weißt du, woran das liegt? Es lohnt sich nachzuforschen, welche Gründe dafür verantwortlich sind. Wenn du das für dich herausgefunden hast, dann kannst du dein Ziel neu definieren oder es begraben. Du kannst auch zu dem Schluss kommen, dass du das Ziel im Grunde gar nicht erreichen möchtest.

Gründe für das nicht erreichen der Ziele sind vielfältig. Vielleicht hast du das Ziel nicht realistisch festgelegt oder deine Motivation ist auf der Strecke geblieben. Du hast dir zu viel vorgenommen und kannst unter Druck nicht richtig arbeiten. Du hast dich zu viel ablenken lassen und kannst dich nicht richtig auf dein Ziel konzentrieren. Es kommt schon mal vor, dass das Leben dazwischen funkt und das Ziel hat sich schlicht und einfach erledigt.

Wenn du weißt, warum du deine Ziele nicht erreicht hast, kannst du gezielt neu planen und dir neue Ziele setzen. Du kannst nur etwas korrigieren, was du selbst verantworten kannst. Z. B. ein schlechtes Zeitmanagement oder falsche Planung.

Beantworte dir ein paar Fragen:

  • Was ist gut gelaufen und was nicht, was könnte ich besser machen?
  • Waren die Ziele realistisch?
  • Habe ich mir zu viel vorgenommen?
  • Habe ich genügend Platz für Unvorhergesehenes eingeplant?
  • Verfolge ich die richtige Strategie?
  • Habe ich die richtigen Tools eingesetzt?

Dir werden bestimmt noch andere Fragen einfallen. Sei ehrlich zu dir selbst, nur, dann kannst du etwas ändern. Halte dir das am besten schriftlich fest.

Erstelle einen neuen Plan

Es kann durchaus sein, dass du dir zu viel vorgenommen hast. In diesem Fall reicht es, sich neue Schwerpunkte zu setzen und Unwichtiges zu streichen. So manche Planung trifft in der Praxis auf unvorhersehbare Hindernisse. Oder du hast die erforderliche Zeit nicht realistisch eingeschätzt. Gerade wenn man Neues ausprobiert, kann man nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Eine neue Planung ist auch dann nötig, wenn sich die Ausgangssituation verändert hat.

Schau dir deine Planung an und überlege, wie du deine Ziele anpassen kannst. Scheue dich nicht, Ziele zu streichen oder sich neue Ziele vorzunehmen.

Meine Erfahrungen mit Zielen

Ich neige dazu, mir mehr vorzunehmen, als ich schaffen kann. Für mich ist eine regelmäßige Zielkontrolle wichtig, damit ich meine Ziele gegebenenfalls anpassen kann.

Ich habe festgestellt, dass ich am leichtesten Projektziele erreichen kann. Bei langfristigen Zielen ist mir schon oft Unerwartetes dazwischen gekommen, persönlich wie beruflich. Dann heißt es, sich umzuorientieren und neue Ziele zu setzen. Ich habe auch nicht immer meine Ziele zu 100 % erreicht. Manchmal reicht mir ein Teilerfolg. Wenn ich damit zufrieden bin, ist es auch gut. Ich finde, man muss den Mut haben, seine Ziele zu korrigieren oder aufzugeben, wenn man feststellt, dass es nicht das Richtige ist.

Wer sich keine Ziele setzt, weil er sich nicht sein ganzes Leben verplanen möchte, der hat die Zielsetzung falsch verstanden.

Fazit

Es ist wichtig, seine Ziele zu überdenken und gegebenenfalls zu korrigieren. Mit den gemachten Erfahrungen kannst du neu planen und dir eine neue Strategie überlegen. Setzt dir lieber weniger Ziele, mit denen du zufrieden bist, als unzufrieden den falschen Zielen hinterherzujagen.

Überprüfe regelmäßig deine Ziele und korrigiere sie, wenn nötig. So kannst du zufrieden und mit voller Energie deine Ziele angehen und sie erreichen!


Dieser Beitrag erschien zuerst auf meinem Blog Bloggen mit Konzept, der inzwischen geschlossen wurde. Der Beitrag wurde überarbeitet und neu veröffentlicht.


Foto: ©Trueffelpix – Fotolia.com


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Kategorie: Bloggen

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