Masken selber nähen – meine Maskenparade

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Maskenparade - meine Masken

Sind meine Masken nicht schön? Im Internet habe ich viele verschiedene Masken mit sehr schönen Motiven und witzigen Sprüchen gesehen, die mir gefallen haben. Ich wollte meine Masken selber nähen und meine Masken haben einen entscheidenden Vorteil: Die meisten passen zu meiner selbst genähten Kleidung. Ich war verblüfft, wie viele schöne Komplimente ich erhalten habe, als ich beides zusammen ausgeführt habe. Ich habe mich sehr über die Komplimente gefreut.

Ich lebe in NRW und hier herrscht immer noch Maskenpflicht. Da ich nicht mehr arbeiten gehe, muss ich nicht mehr darauf achten, dass die Masken Businesslike aussehen, nur darauf, nicht ganz so deppert auszusehen. Und auch nicht, wie aus dem Krankenhaus entlaufen.

Es gab für mich nur die eine Option – die Masken selber nähen. Ich wollte Masken, die ich öfters verwenden kann und die ich nicht nach jedem Tragen wegschmeißen muss.

Das warf einige Fragen auf:

  • Welcher Stoff eignet sich am besten dafür?
  • Mit Bändern oder mit Gummi hinter den Ohren?
  • Welchen Schnitt soll ich nehmen?
  • Wie viele Masken brauche ich?

Welche Maske passt zu mir?

Ich stöberte im Internet und fand unzählige Anleitungen und kostenlose Schnitte zum Download. Im Prinzip existieren 3 Typen von Masken zum selber nähen: 

  • Maske mit Falten
  • geformte Maske ohne Falten
  • 3D oder Origami Masken

Spontan wollte ich eine Maske mit Falten nähen, die schnell fertig ist. Nach den Erfahrungsberichten im Netz entschied ich mich dagegen. Diese Masken sind so konstruiert, dass möglichst vielen Menschen diese tragen können. Die anderen Masken können dagegen individuell angepasst werden. Aus der Vielzahl der Schnitte entschied ich mich für einen von pattydoo, der mehrere Größen enthält. 

Masken nähen

Die Masken von pattydoo haben ein Futter und sind so verarbeitet, dass ein Filter eingelegt werden kann. Das ist etwas aufwendiger zu nähen, als die einfachen Masken ohne Futter. Damit die Maske besser passt, wird an der oberen Kante ein kleiner Tunnel genäht. In diesen Tunnel kann ein Metallbügel eingeschoben werden. Nach dem ersten aufsetzen der Maske wird der Metallbügel an die Nase angepasst. Je nach Material können die Bügel mit gewaschen werden. Statt der Metallblätter können auch Basteldraht, Bindedraht für Gefrierbeutel, Metallstück aus einem Heftstreifen oder Ähnliches genommen werden. Ich habe erst einmal das genommen, was ich zu Hause gefunden habe. Wenn die Maskenpflicht noch länger besteht, werden ich mir die Metallblätter besorgen.

Die Frage nach dem Stoff war schnell erledigt. Am besten eignet sich Baumwolle, die bis 60° waschbar ist. Ich stöberte in meiner Restekiste und wurde fündig. Wegen der richtigen Größe wollte ich zuerst einen Prototypen nähen. Ich fand einen Rest von einem Kopfkissenbezug, der sich gut dafür eignete. Aus den drei Größen wählte ich die jenige aus, von der ich dachte, dass sie am besten passt. Nach der tollen Anleitung von pattydoo war die erste Maske relativ schnell fertig. Die Maske passte, wie angegossen, nur ich bekam kaum Luft.

Die nächsten Masken nähte ich eine Nummer größer. Eine mit Gummibändern und eine mit Bändern zum Zubinden. Das Fummeln mit den Bändern war mir zu umständlich, ich trennte sie wieder ab und ersetzte sie durch Gummibänder, die ich noch zu Hause hatte.

Auf einen Filter habe ich verzichtet, damit ich besser atmen kann. Wer verhindern möchte, dass die Maske zu schnell durch Atemluft durchfeuchtet wird, kann einen speziellen Filter oder einfach ein Papiertaschentuch oder zwei Lagen Küchenrolle als Filter verwenden.

Im ersten Schwung entstanden die gelben Masken aus dem Kissenbezug und die rote mit den Punkten. Ich wollte mehr Farbe ins Spiel bringen und so entstanden nach und nach die anderen farbigen Masken. Die 10 Stück dürften erst einmal reichen. 

Die Maske als Accessoire

Update

Maske und Metallblätter
Maske mit dem neuen Metallblatt

Mit dem neuen Metallblatt sitzt die Maske eindeutig besser! Ich bin gestern extra in ein Stoffgeschäft gefahren und habe mir die Metallblätter für die Masken besorgt. Den Zipperbeutel nehme ich für die benutzten Masken. Der Beutel bleibt fest verschlossen, bis die Masken gewaschen oder anderweitig desinfiziert werden.

Durch die zunehmenden Lockerungen bin ich wieder öfters unterwegs und ich möchte vorsichtshalber mindestens eine Ersatzmaske mitnehmen. Die frische Maske will ich nicht einfach so in die Handtasche geben und habe mir eine Maskentasche genäht.


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