Feigenmarmelade – schmeckt nach Urlaub

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Feigenmarmelade

Feigenmarmelade weckt in mir die Sehnsucht nach Sommer, Sonne und Urlaub. Ich sehe dann Feigenbäume voll von reifen Früchten, die ich am liebsten gleich pflücken möchte. Ich mag Feigen, egal ob sie hell oder dunkel sind. Früher habe ich Feigen und Feigenmarmelade nur im Urlaub am Mittelmeer genießen können. Zu Hause war es nicht so einfach wie heute, Feigen oder Feigenmarmelade zu kaufen. Heutzutage bekomme ich im Spätsommer Feigen in jedem Supermarkt und koche meine Feigenmarmelade selbst.

Marmelade selber kochen

Marmelade zu kochen ist im Prinzip ganz einfach. Man braucht dazu reife Früchte und Gelierzucker. Das Raffinierte am selber kochen sind die Gewürze, mit denen ich die Marmelade nach eigenem Geschmack verfeinern kann. Ich kann meiner Fantasie freien Lauf lassen und nach Lust und Laune auch verschiedene Sorten von Früchten kombinieren. Das Ergebnis ist eine Marmelade, die es so nicht zu kaufen gibt. Außerdem ist selbst gemachte Marmelade gesünder, da sie ohne Konservierungsstoffe ist und ich den Zuckergehalt selbst bestimmen kann.

Planen und vorbereiten

Reife Früchte beim Einkaufen sehen und ganz spontan beschließen Marmelade zu kochen, kann ich nur, wenn ich sicher bin, dass ich alles Notwendige vorrätig habe. Gewürze und Zitronen habe ich meistens zu Hause, aber Gelierzucker gehört nicht zu meinen normalen Vorräten. Ich habe auch nicht im Kopf, ob ich genügend leere Gläser mit Twist Off Deckel habe.

Für Marmelade nehme ich am liebsten Gläser mit 350–400 ml, die ich von gekaufter Marmelade aufgehoben habe. Da ich nicht genau berechnen kann, wie viele Gläser ich brauchen werde, stelle ich mir noch ein paar kleinere Gläser bereit. Damit ich beim Abfüllen der Marmelade nicht so viel daneben kleckere, habe ich mir einen Trichter* mit breiter Öffnung gekauft.

Im Rezept habe ich 1 kg Feigen angegeben. Feigen werden bei uns jedoch nicht nach Gewicht verkauft, sondern stückweise. Meistens ist in der Obst- und Gemüseabteilung eine Waage, wo ich die Früchte abwiegen kann. Wenn nicht, kann ich nur schätzen, wie viele ich brauche. Das ist kein Problem, denn ich verwende nur einwandfreie reife Früchte und wiege sie erst, wenn sie klein geschnitten sind.

In früheren Zeiten hat man zum Kochen von Marmelade normalen Zucker verwendet. Mit Gelierzucker ist das Kochen von Marmelade einfacher und schneller. Ich nehme am liebsten Gelierzucker 2:1, das heißt zwei Teile Obst und ein Teil Zucker. Die Marmelade wird nicht zu süß und hat nicht so viele Kalorien.

Die Gewürze

Erst die Gewürze geben der Marmelade den individuellen Geschmack. Bis ich meine Gewürzmischung gefunden habe, habe ich mit verschiedenen Gewürzen experimentiert. Ich liebe den Vanillegeschmack und ich verwende Vanille überall, wo es passt, auch im Müsli. Bourbon Vanilleschoten sind teuer, können aber durch Vanilleextrakt ersetzt werden. Den Vanilleextrakt* gibt es als Paste, Pulver oder flüssig zu kaufen. Die Preise und die Qualität sind sehr unterschiedlich.

Sauberkeit ist das A & O

Damit die Marmelade lange haltbar ist, ist Sauberkeit ganz wichtig. Deshalb müssen die Gläser ausgekocht oder sehr heiß abgewaschen werden. Das gilt auch für den Abfülltrichter und den Schöpflöffel. Im heißen Wasser bis kurz vor dem Abfüllen liegen lassen.

Gelierprobe

Mit einem Löffel etwas heiße Marmelade auf einen kalten Teller tropfen. Ist die Masse fest, ist die Marmelade fertig. Wenn nicht noch eine Minute weiterkochen lassen. Wenn die Masse nicht fest werden will, noch etwas Zitronensaft zufügen.

Brot mit Feigenmarmelade

Mein Rezept für Feigenmarmelade

Zutaten:

  • 1 kg Feigen
  • 500 g Gelierzucker 2:1
  • ca. 1 cm frischen Ingwer
  • 1 Bio Zitrone
  • 1 Vanilleschote oder Bourbon Vanillepaste
  • Zimt
  • 4 Nelken
  • Kardamom

Vorbereitung:

  1. Die Feigen waschen und abtrocknen. Die Stielansätze abschneiden. Die Feigen in ganz kleine Würfel schneiden und genau abwiegen. Den Gelierzucker (halbe Menge) abwiegen.
  2. Die Feigen in einen großen Topf geben. Der Topf sollte wegen der Spritzgefahr nur zur Hälfte gefüllt werden. Den Gelierzucker über die Feigen streuen und umrühren.
  3. Den Ingwer und die Zitrone fein reiben. Die Zitrone auspressen. Das Mark aus der Vanilleschote auskratzen. Alles mit den restlichen Gewürzen zu den Feigen geben. Umrühren und mit einem Deckel schließen. Am besten über Nacht aber mindestens ein paar Stunden stehen lassen, bis sich genügend Saft gebildet hat.
  4. Gläser, Deckel und den Trichter sehr heiß abspülen und im heißen Wasser liegen lassen.
Feigenmarmelade kochen
Die Feigenmasse sprudelnd kochen lassen

Marmelade kochen:

  1. Den Topf mit der Feigenmasse ohne Deckel auf den Herd stellen. Den Herd auf hoher Stufe einschalten. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Wenn die Masse sprudelnd kocht, einen Kurzzeitwecker auf 4 Minuten stellen. Vorsicht: Spritzgefahr!
  2. Die Gläser umkehrt auf ein Küchentuch neben dem Herd stellen.
  3. Wenn der Wecker klingelt, eine Gelierprobe machen. Eventuell noch 1 Minute weiter kochen lassen.
  4. Die fertige Marmelade in die noch warmen Gläser füllen. Etwa 1 cm bis zum Rand frei lassen. Gläser mit Deckel fest verschließen und sofort auf den Kopf stellen.
  5. Nach 10–15 Minuten die Gläser umdrehen.
  6. Etiketten erst aufkleben, wenn die Gläser ganz kalt sind.
Marmelade kochen
Vorbereitete Gläser

Viel Spaß beim Nachkochen!


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